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20.11.2014 17:17 Alter: 3 yrs
Autor: Martin Brosy

Was macht ein Trader?


Reutlingen (www.devisenpoint.de): Ein Trader ist ein Händler, der an der Börse mit Wertpapieren wie Aktien, Zertifikaten, Optionen, Derivaten und Futures oder auch mit Währungen handelt. Im Gegensatz zum Broker, der im Auftrag seiner Kunden kauft und verkauft, handelt der Trader auf eigene Initiative. Mit dem Trading ist die Erwartung von Gewinnen verbunden, die aus der Volatilität des Wertpapiermarktes resultieren - heute erworbene Papiere können noch heute, morgen oder in einiger Zeit teurer wieder verkauft werden. Aus der Schwierigkeit oder Unmöglichkeit, Preisentwicklungen vorherzusehen, resultiert das mit dem Tradergeschäft verbundene Risiko.

Handeln Trader mit ihrem eigenen Geld?

Trader können bei Banken, Kapitalgesellschaften oder ähnlichen Finanzinstituten angestellt sein. In diesem Fall handeln sie nicht mit ihrem eigenen Geld, sondern mit dem ihres Arbeitgebers beziehungsweise mit dem von Anlegern. Ihr Einkommen setzt sich aus ihrem Gehalt sowie Prämien- und Bonuszahlungen zusammen, die von den generierten Gewinnen abhängen. Trader mit einem Finanzinstitut im Rücken haben den Vorteil, mit großen Geldmengen operieren zu können. Dazu kommen im Allgemeinen besseres Risikomanagement, hervorragende technische Ausstattung und überlegene Expertise. Aber auch Einzelpersonen können sich als Trader betätigen. Sie handeln mit ihrem Privatvermögen, begrenzt auch mit von Anderen bereitgestellten Mitteln. Das Internet, leistungsfähige PCs und die entsprechenden Computerprogramme machten neben- oder hauptberufliches Trading in den letzten zwei Jahrzehnten für viele Privatleute möglich.

Was sind Floor-Trader?

Trader, die selbst oder über ihre Firmen Mitglied einer Börse sind, können direkt dort handeln (Floor Trader). Seit den 1970er Jahren gibt es sogenannte Elektronische Handelssysteme (in Deutschland XETRA), über die Wertpapiergeschäfte auch ohne Anwesenheit an der Börse getätigt werden können. Auch hier ist eine Mitgliedschaft erforderlich. Kleinere Trader und Privatpersonen nehmen die Dienste von heute fast immer internetbasierten Brokern, Banken oder Direct Access-Firmen in Anspruch.

Klassische Trader halten ihre Positionen eine Zeitlang und warten auf einen günstigen Zeitpunkt zum Verkauf. Der internet- und computergestützte Börsenhandel ermöglicht praktisch permanentes Reagieren auf Kursänderungen und damit extrem kurzfristige Wertpapiergeschäfte. Day Trader oder High Frequency Trader kaufen und verkaufen innerhalb eines einzigen Tages mit der Absicht, von den geringen zufälligen Kursschwankungen im Tagesverlauf zu profitieren.


Über den Autor (*)

Martin Brosy

Martin Brosy
Boersenpoint

Martin Brosy betreibt die Börsenplattform und das Börsenspiel www.boersenpoint.de . Mit dem Beginn seines BWL-Studiums 2009 fing Herr Brosy damit an Aktien und Devisen erfolgreich zu traden.
Als Chefredakteur von Boersenpoint veröffentlicht er täglich seine Gedanken zu interessanten Aktien und komplexen Volkswirtschaftlichen Zusammenhängen.

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